1. Mein besonderes Internat


    Datum: 21.09.2022, Kategorien: Reif Autor: Achterlaub

    ... gehörten fehlende oder unzureichende Hausaufgaben ebenso wie das Stören im Unterricht. In diesem Fall musste man sich bei der Leiterin melden.
    
    Bei der Leiterin Frau Harris hatten wir Englisch und Literatur. Sie war recht groß und kräftig gebaut. Sie wirkte mit ihrem offenen runden Gesicht und den leicht gewellten, blondierten Haaren durchaus zutraulich. Allerdings ließ uns oft ihr sehr herrischer Blick zusammen zucken. Wenn ihr eine Antwort nicht gefiel oder es gar Unruhe unter den Schülern gab, konnte sie durchaus die Mannschaft zusammenschreien. Ich bin oft mit mulmigem Gefühl in ihren Unterricht gegangen, stets in der Sorge, ihren Anforderungen nicht zu genügen.
    
    Frau Mitchell war das ganze Gegenteil. Französisch und Sport unterrichtete diese eher zarte, zierliche Person mit dem ständigen Lächeln im Gesicht. Sie trug halblange glatte blonde Haare und hatte stets Lippenstift aufgelegt. Bei ihr drehten sich unsere Gedanken nicht nur um den Schulstoff.
    
    Hindsworth hieß unsere Lehrerin für Mathematik, Chemie und Physik. Sie stand wie die beiden übrigen Frauen Clement und Matthew in der Lebensmitte. Überhaupt ähnelten sich diese Personen sehr. Sie waren mittelgroß und schlank. Jede von ihnen hatte einen besonderen Reiz. Was Frau Matthew heraushob, war ihre mächtige Oberweite, die sie durchaus mit Stolz in offenherzigen Dekolletees zeigte. Der Unterricht dieser Lehrkräfte verlief meist unspektakulär. Sie verstanden es, uns Schülern den Stoff mit großem Interesse an der Sache beizubringen.
    
    Ich hatte gerade die erste Woche hinter mich gebracht, da wurde ein Schüler, Carl Johnson, wegen einer frechen Bemerkung aufgefordert, sich nach dem Unterricht bei Frau Harris einzufinden. Bei dieser Anweisung ging ein Raunen durch die Klasse. Ich musste unbedingt in Erfahrung bringen, was es damit auf sich hatte.
    
    Und so fragte ich Paul, unseren Waliser in der Truppe, der mein Tischnachbar war. Er lächelte und raunte mir ein "später" zu. Kurz vor dem Abendessen konnte er mich dann auf die Seite nehmen. "So genau kann ich es nicht sagen. Ich habe gehört, die Harris ist etwas sadistisch veranlagt. Sie soll den Schüler im entkleideten Zustand fesseln und mit der Rute schlagen. Und anschließend verlangt sie sexuelle Dienste von ihm. Man munkelt, sie lässt sich dann die Muschi lecken. Erst wenn sie einen Orgasmus bekommen hat, darf der Schüler gehen."
    
    Das wäre in der Tat eine Strafe, die man nicht so gerne bekommen möchte. Frau Harris war alles andere als ein begehrenswertes Weib. Bei ihrem Alter müsste man damit rechnen, dass ihr Körper nicht nur welk, sondern dass sie möglicherweise auch schon den Geruch einer alten Frau hat. Leider musste ich diese Erfahrung schon bald machen.
    
    Die folgenden Wochen gingen ohne besondere Vorkommnisse ins Land. Ich machte mich ausnehmend gut und verlor mit der Zeit die Angst vor unserer Leiterin, was sich durchaus auch in ihrem Unterricht bemerkbar machte.
    
    Frau Matthew, unsere Wirtschafts- und Geschichtslehrerin, ...
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