Der dritte Versuch
Datum: 10.04.2022,
Kategorien:
Romantisch
Autor: Icke
... Geschwindigkeit?" Ich gebe ihr noch einen Kuss auf die Stirn. "Vor ein paar Wochen habe ich gesagt, dass ich alles, aber keine Beziehung suche. Irgendwie stimmt das so nicht mehr", wieder ein Kuss auf die Stirn, "aber ich habe keine Eile. Ich will euch nur nicht wieder loslassen müssen."
"Du bist ein toller Typ, weißt du das? Ich will dich auch nicht wieder loslassen. Und die Kinder auch nicht."
Sie rückt von mir ab. Ach ja, das Gespräch.
"Meine Kinder haben einen Narren an dir gefressen. Beide sagen nur Gutes über dich und auch dein Umgang mit Betty. Du hattest noch nie eigene Kinder?"
Ich schüttle den Kopf: "Nur Kunden und Mitarbeiter, die sich als solche aufführen. Du kennst ja den Spruch: Männer werden acht, danach wachsen sie nur noch."
Sie versucht zu lachen, verzieht aber wieder den Mund. "Entschuldigung", murmle ich. Sie lächelt wieder leicht.
"Das mit den Laptops heute war auch eine tolle Sache, du hast ja das alte Schätzchen gesehen. Mein Problem ist, dass ich Angst habe, es dir nicht zurückzahlen zu können. Ich stehe kurz vor der Arbeitslosigkeit und hier gibt es Laptops, ein neues Bett und bald ist Weihnachten. So wie ich dich kenne, wird es da auch nicht bei einem Gutschein für ein Restaurant bleiben. Ich jedenfalls", sie seufzt, "kann dir das nicht zurückzahlen." Erneut ein Seufzer: "Jetzt ist es raus. So. Und nun Du."
Sie schaut mich nervös und erwartungsvoll an.
"Kennst du eigentlich den Grund, warum ich gestern zu dir wollte?"
Sie ...
... schüttelt den Kopf und ich lächle sie an: "Ich wollte mit dir darüber sprechen, dass ja bald Weihnachten ist. Ich möchte mich für euer Dasein und eure tolle Art bedanken. Es hat mir echt geholfen. Ich hatte eigentlich vor, Frank eine richtige Gitarre zu schenken. Und nein", ich sehe Sabines erschrockenen Blick, "kein Teil für 1000€. Ich habe schon eine ausgewählt, die preiswert und gut ist. Den Verstärker habe ich hier schon stehen. Für Carsten hatte ich an eine kleine Spielekonsole gedacht, aber nur hier, damit ich ihn sehen kann, und mein Laptop wiederbekomme."
"Ahh", sagt sie, "du willst die Kinder an dich binden, um darüber an die Mutter zu kommen? Du Schuft." Sie streichelt mir über die Wange. "Und du kannst dir das alles leisten? Was passiert, wenn das mit uns nichts wird?"
Ich zucke mit den Schultern: "Du bist das fehlende Glied in meinem Leben. Ich fühle mich vollständig, glücklich und zufrieden, wenn Du und die Kinder bei mir sind. Ich bin gestern Abend fast gestorben, als ich Dich sah, und ich würde dich am liebsten immer hier festhalten.
Und ja, ich mache Geschenke, aber weil ich es will und nicht, um mir ihre Zuneigung zu erkaufen. Und nochmal ja, ich kann es mir leisten. Ich habe ein sehr gutes Gehalt und die letzten Jahre war der Bonus immer sehr hoch, weil die Ergebnisse meiner Projekte gut waren. Ansonsten ist da noch das Erbe meiner Eltern, das ich trotz oder wegen Susanne nicht angefasst habe. Für euch denke ich nicht einmal darüber nach. Ich habe ...