1. Ist das normal? Teil 1.


    Datum: 24.01.2023, Kategorien: Erstes Mal Autor: gehtnix44

    Teil 1.
    
    Wie oft hören wir diesen Satz, oder wir verwenden ihn sogar selbst, wenn uns etwas nicht richtig erscheint. Wir alle sind mehr oder weniger auf das eine oder andere geprägt, sprich, man hat uns so erzogen und wir haben das mit der Muttermilch eingenommen. Nein, ich will hier keinen Zeigefinger erheben, wir alle haben gewisse Dinge einfach so gelernt.
    
    Schauen wir uns doch einmal die Hilde und die Gabi an. Zwei Frauen, die seit geraumer Zeit sich am See treffen und sich die Zeit mit einander vertreiben. Ja, sie haben auch so einiges von sich gegeben, was ihr Leben betrifft. Aber ganz so ins Intime sind sie dabei doch nicht gegangen. Es sind mehr so die alltäglichen Dinge, über die sie bisher geredet haben. Anfänglich waren sie sogar sehr distanziert, damals als sie sich im März kennengelernt hatten.
    
    Es war ja auch ein sehr ungewöhnlich warmer März gewesen. Noch ist das Grün nicht richtig herausgekommen, noch war alles mehr grau in grau und die Bäume richtig Kahl. Und eigentlich hätten die beiden gar nicht zueinander gefunden, so wenige Badegäste hatten damals den See aufgesucht. Und doch, auf die höfliche Anfrage, ob es gestattet ist, ist dann doch die Hilde ganz froh gewesen, dass die Gabi sich den Mut genommen hatte, sie anzusprechen, um bei ihr Platz nehmen zu dürfen.
    
    Nun ja, eine Frau, mehr oder weniger so ganz allein, das war dann der Hilde doch ganz recht, dass die Gabi in Reichweite sich niedergelassen hatte. Und so hatte sich dann auch irgendein Gesprächsthema gefunden, um mit einander bekannt zu werden.
    
    Ach ja, das muss man nun doch wissen, es ist bekannt, dass an diesem See fast nur FKK gemacht wird. Natürlich schauen Frauen auch Frauen an, ob sie vielleicht doch etwas schöner, anziehender sind als sie selbst. Da sind wir nun mal alle gleich. Da wird nun doch schon mal geschaut, ob die Brüste der anderen nicht doch etwas fester sind, ob sie nicht so weit nach unten hängen wie die eigenen. Und, und, und . . . . !
    
    Doch ich muss sagen, beide hatten nichts an einander auszusetzen. Sie sind sich ebenbürtig vorgekommen. Nun ja, sechzehn sind sie beide ja nicht mehr. Und auf den Laufsteg wollen sie auch nicht. Wie gesagt, ihnen beiden war es damals gerade recht, dass sie nicht gar so allein sind. Nun ja, jetzt ist es Mai und alles doch herrlich grün und das Laub frisch an den Bäumen und Sträuchern.
    
    „Was ist denn das für ein Lärm? Was schreit denn da eine Frau so fürchterlich.“
    
    „Ich schau mal, was da los ist.“
    
    Und schon ist die Hilde weg und kommt nach geraumer Zeit wieder.
    
    „Ach, war doch nur so eine hysterische Kuh, die sich belästigt gefühlt hatte weil so ein Kerl sich in ihrer Nähe angeblich etwas unanständig verhalten haben soll. Also, so wie die aussieht, bekommt die doch eh keinen mehr ins Bett. Naja, da haben zwei ganz junge Dinger sich einen Spaß erlaubt und den Kerl etwas angemacht. Was muss die eine doch auch den Kopf so arg im Schoß der anderen haben. Da ist es doch kein Wunder, dass der Kerl sich ...
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