1. Out of Africa - Teil 05


    Datum: 04.02.2019, Kategorien: Fetisch Autor: byWespe

    ... hinter den Kopf und hinsetzen. Ganz ruhig. Tu was ich dir sage und niemandem wird etwas geschehen!"
    
    John gehorchte wie in Trance.
    
    Jetzt ließ sich Dr. Levin kraftlos auf seinen Stuhl fallen. In seinen Händen hielt er die unterzeichneten Dokumente.
    
    In der Zwischenzeit waren die anderen drei Männer der „Red Ants" in das obere Stockwerk des Hauses gestürmt, wo sich nach Annas Angaben Julias Zimmer befand.
    
    Ohne Vorwarnung traten sie die Tür zu dem Raum ein und rissen Julia so aus ihrem Dämmerzustand.
    
    "Keine Angst!", rief einer der Männer, „Wir sind hier, um Sie zu befreien!"
    
    Julias Herz raste vor Aufregung und Freude.
    
    Auch wenn sie ihre Gedanken nur schlecht ordnen konnte, wurde ihr rasch klar, dass ihre Gefangenschaft hier auf der Farm nun ein Ende hatte.
    
    "Helfen Sie mir!", bat Julia, als sie schwankend aus dem Bett aufstand. „Es fällt mir schwer, allein zu gehen."
    
    "Wollen Sie eine Tasche packen?", fragte einer der Männer.
    
    Julia überlegte kurz.
    
    "Nein!", erwiderte sie dann entschlossen. „Ich will mit nichts mehr an die Zeit hier erinnert werden. Lassen Sie uns gehen."
    
    Nur wenige Minuten später schien die Farm wie ausgestorben.
    
    Heißer Wind wehte roten Staub trockener Erde in kleinen Wolken über den Hof.
    
    Ein Schuss fiel.
    
    Sekunden später schrie Anna um Hilfe.
    
    Johns Körper lag blutüberströmt in seinem Büro. In der verkrümmten Hand lag eine Pistole, sein Finger steckte noch im Abzug.
    
    Der Farmer war endgültig zum Opfer seines Hasses ...
    ... geworden.
    
    ***
    
    EPILOG
    
    Dr. Levin schaute in glückliche Gesichter. Mit einem entspannten Schnaufen brannte er eine dicke Zigarre an und lehnte sich zurück. Selten in seinem Leben war er so sicher, alles richtig gemacht zu haben.
    
    Es war schon später Abend, als alle Beteiligten dieser Zusammenkunft ihre Champagnergläser hoben und einander zufrieden zuprosteten.
    
    Der Anwalt hatte in den letzten Tagen viel Arbeit zu erledigen, schöne und weniger schöne:
    
    Anna hatte ihn auf Julias Bitte hin aufgesucht. Die alte Frau hatte vor Freude geweint, als Dr. Levin ihr endlich die lang ersehnte Rente auszahlen konnte. Nun war es ihr endlich möglich, nach langer Zeit härtester Arbeit, zurück nach Hause gehen und ihre letzten Jahre mit ihrem Mann in einem kleinen, bescheiden Häuschen in Lesotho zu leben.
    
    Ihre Träume waren so schlicht, dass es Dr. Levin rührte, als sie vom Anbau ihrer Kürbisse und ein paar Hühnern und Ziegen sprach, die sie sich nun endlich würde kaufen können.
    
    Anna begriff nicht, dass das Geld, welches Dr. Levin ihr in bar auszahlte, nur ein Bonus war und ein Rentenfond ihr in Zukunft einen monatlichen Betrag zur Verfügung stellen würde. Sie hatte nie gelernt, sich über solche Dinge zu informieren. Es würde sicher noch einige Zeit dauern, bis die alte Frau begriff, dass sie wirklich versorgt war.
    
    Schwieriger war das kurze Treffen mit Njoki. Auch wenn er sie nur für wenige Minuten sah, konnte der erfahrene Jurist doch erkennen, wie viel Kummer und Schmerz ...